Neuigkeiten

30.05.2014 Die Zeit rennt - viel zu schnell.


Lange, lange ist es her, dass ich berichtet habe, wie es mir geht und wie es hier in Ysselsteyn läuft. Ich werde dennoch im März beginnen zu berichten, dann bleibe ich wenigstens meiner Chronologie treu. Fasse mich aber echt so kurz wie möglich.

 

Am 29.03. war ich auf der Geburtstagsfeier von meiner Nachbarin Sanne eingeladen, welche mit Lisa und Jeanne, zwei Freundinnen von ihr, zusammen feierte. Was echt een leuke feestje! Eigentlich ging man dann gemeinsam in den Pilot, die Disko hier im Dorf, ich ging aber mit einer Gruppe nach Eindhoven, auf eine andere Party. Wir sind also mit dem Fahrrad ins Dorf gefahren und warteten an dem Treffpunkt auf unser Taxi. Weit und breit kein Taxi.
 Irgendwann begannen wir den Taxi-Inhaber zu kontaktieren. Wir waren vergessen worden. Glücklicherweise konnte ein Ersatz geregelt werden, der dann auch kam - eine Stunde später. Ansonsten hatte es sich gelohnt, so lange auf das Taxi zu warten und Eindhoven war ein voller Erfolg.

 

Mein Monat April begann mit einer der unvergesslichsten und genialsten Woche: Urlaub in Budapest!

Gemeinsam mit drei Mit-Freiwilligen Ruth (Bosnien), Samu (Liverpool) und Paul (Rom) hatte ich mich für eine Woche Budapest verabredet. 05.04. - 11 .04. Ich kam an dem besagten Samstag als Erste in Budapest an, was aber nicht weiter schlimm war, da ich mit einem anderen Mit-Freiwilligen Henning (Ungarn) verabredet war, der das Wochenende mit uns in Budapest verbringen wollte.Wir genossen den restlichen Tag, schlenderten durch die Stadt und warteten auf die anderen. Die ganze Woche jetzt im Detail zu berichten würde den Rahmen meines Blogs sprengen, deshalb nur ein paar Eindrücke. Picknick auf der Margariten-Insel. Endlose Spaziergänge durch die kleinsten Gassen. Stadtführung auf besondere Art. Ungarische Band live. Frühstück auf dem Balkon mit Ei. Touristenbar besucht. Bestes Hostel in ganz Budapest. Traumhaftes Wetter. Ausflug Szentendre. Ungarische S-Bahn gefahren. Barfuß am Donau Ufer. Bier für 80 ct. Viele Obdachlose. Mein neues Profilfoto.

Und so weiter. Ich habe sicher eine Reihe von besonderen Dingen vergessen, aber doch einiges genannt.

 

Ostern (18.04.-21.04.) habe ich dann bei Oma und Opa im Saarland verbracht. Gemeinsam Zeit verbracht und spannenden Geschichten gelauscht.

 

Und am 22.04. ging es wieder mit Arbeiten los. Ich erwartete eine Gruppe von Bundeswehr Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern, welche pünktlich bei mir auf der Matte standen.

 

Am Donnerstag den 24.04. hatten die Jugendgruppe und die Bundeswehr Soldaten und ich die Ehre, eines der seltensten Ereignisse bei uns auf dem Friedhof mitzuerleben: eine Bestattung. Es war dem niederländischen Identifikationsdienst tatsächlich gelungen, den Vater eines deutschen Mannes, welcher hier in Ysselsteyn unter den Unbekannten lag, zu identifizieren. Natürlich war dieser Weg nicht ohne Hürden, dennoch ist es gelungen. Es war ein unglaublich bewegendes Szenario, als Herr Götz Junior, eine Blume in das Grab seines Vaters Herr Götz Senior warf, von welchem er 70 Jahre lang nicht wusste, was mit ihm geschehen war. Selbst jetzt beim Berichten bekomme ich noch Gänsehaut und sehe den alten Mann vor mir, der auf dem Stuhl saß und mit aller Kraft versuchte, Fassung zu bewahren.

 

Der darauf folgende Tag war ein Freitag. Die Soldaten zappelten seit mittags rum und fragten, was es denn abends im Dorf "so gäbe". Die Herren sind dann in die Kneipe Egelmeers bei uns gegangen. Ich war erst mit ihnen mit, hatte dann für die Apres-Ski Mottoparty im Pilot eine Karte und war dann dort. Mann, mann, mann wie ich auch aussah. Ich hatte so ne hellblau-weiß-karomuster Latzhose an, darunter ein weißes Shirt und weiße Socken, haha war echt genial!

 

Samstag, der 26.04. war ein ganz besonderer Tag! Es war Königstag. Ein Fest in den ganzen Niederlanden, welches eigentlich die Geburtstagsfeier des König darstellte. Üüüüüberall waren Menschen und jeeeeeder hatte mindestens ein oranges Etwas an. Deshalb musste ich mit den Soldaten erst nochmal schnell nach Venray zum shoppen und orange Sachen kaufen. Wir fuhren dann nach Eindhoven, da alle aus Ysselsteyn dorthin fuhren. Was ein gigantisches Fest! Das ganze Land ist auf den Fußen. Jeder, egal ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn, feierte mit. Was für ein Gefühl!

 

Anfang Mai kam dann der Alltag wieder zurück. Die Woche über arbeiten, Donnerstagsabends (Donderdagavond Groep!) mit den Kids und wenn Zeit war, gings zum Sport.

 

Richtig witzig war das Wochenende vom 10./11.5., denn an diesem Wochenende kamen die kleinen Jungs aus der Fußballer E-Jugend mit ihrem Verein zu mir. Sie hatten einfach ein Wochenende zwischendurch mit dem Verein. Sprich 20 kleine Jungs kamen dann mit ihren Fahrrädern hier an: kreischend, schreiend und voller Enthousiasmus. Als sie dann noch sahen, das ICH sie erwartete ging das Geschrei gleich weiter: "Heeee, die kenne ich! Das ist Anne!" Die Jungs kannten mich teilweise vom Donnerstag Abend. So Schön! Abends haben wir dann alle zusammen Frites gegessen und am Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen.

 


Die Woche danach vom 12.05. - 16.05. hatten wir eine Hautpschule bei uns zu Gast, mit welcher wir leider kein großes Glück hatten. Weder mit dem Verhalten auf der Begegnungsstätte, noch mit dem Arbeiten auf dem Friedhof, noch mit der Nutzung der Häuser. Leider fiel ihr Abreisetage und damit der Häuser-Kontroll-Tag genau auf meinen Geburtstag, was etwas weniger schön war.

 

Uuuuumso schöner war der Beginn meines Geburtstages. 16.05.2014 Fräulein Wagner wird 19.

Ich stand wie immer auf, zog mich an, öffnete meine Tür, um von meinen Zimmern durch den Speisesaal zur Küche zu laufen - und plötzlich hörte ich Gesang und da stand Lian in der Küche und sang mir ein Geburtstaglied! Perfekter Start in den Tag! (Den Teil bis zur Abfahrt der Gruppe überspringe ich jetzt mal, ist nicht so schön) Darauf hin erhielt ich dann das Geschenk von Elly: Fisch zum Mittag! Auch eines der besten Geschenke, denn ich habe mir den ganzen Tag den Kopf zerbrochen, wie ich das zeitlich mit dem Fisch- holen schaffen sollte und dann stand Elly plötzlich mit uuuunglaublich leckerem Fisch vor mir!! :)

Punkt halb drei wurde ich dann von meiner Mutter angerufen - der überhaupt wunderschönste Moment von meinem gesamten Geburtstag- sie gratulierte mir und erklärte mir, dass ich halb drei auf die Welt gekommen war und es deshalb der einzige logische Moment zum anrufen für sie war. Ihr glaubt gar nicht wie gigantisch das ist! Und plötzlich liegen für 2 Sekunden keine 700 km zwischen uns. <3

Oma und Opa aus Saarlouis haben sich gleich nach Mama angeschlossen!

Danach trudelten alle zum Kaffee trinken ein,sprich die Herren vom Friedhof, Kalle und seine Tochter und mein gnazes Team hier! Elly ist extra nochmal gekommen, so lieb! Dann habe ich auch eine Kleinigkeit von Tarcicia und Kalle bekommen. Wir haben gemeinsam angestoßen und ich hatte natürlich Kuchen geholt, natürlich meine Liiiiieblings - Kruimelvlaai und noch einen Kersvlaai. Lekker! Danach hatte ich noch für alle anderen Getränke und was zum Knabbern bereit gestellt, wir saßen gemeinsam in der Sonne und genossen den Tag.

Damit war aber mein Tag noch lange nicht zu Ende!

Ingrid und Arthus hatten mich zum Essen eingeladen, in Griendtsveen in dem  kleinen Restaurant namens Morgenstond. Wir haben üüüüüber köstlich und schön zusammen Spargel, Erdbeeren und halt die ganzen üüüber lekkeren Sachen gegessen. Und es war soo unglaublich schön, ich habe es sehr genossen!
Danach bin ich noch ins Egelmeers gefahren, da ich mich mit ein paar Leuten verabrede hatte, die Samstag nicht zu meiner Feier kommen konnten. Dort angekommen, bekam ich erstmal gefühlte tausende von den "drei Küssen". Ja Papa, ich habe sie jetzt auch erleben dürfen! :D

Der Abend ging schon zu Ende und ich fiel in mein Bettchen, glücklich, zufrieden und seeehr müde.

Samstag begann bei mir dann logischer Weise erst um die Mittagszeit. Ich bin zum Sportpark gefahren und habe entspannt mit paar anderen bissl Fußball geschaut. Dann wurde ich zum grillen eingeladen, lekker gegegessen und dann schneeeell zurück ins JOC ich musste noch bissl was klarstellen für meine Party am Abend. Meine Gäste kamen auch pünktlich und wir hatten einen gemütlichen Abend um das Lagerfeuer mit Bier. Danach sind wir in die Jera gefahren, eigentlich war da nichts los, aber da wir mit einer Gruppe von sicher 20 Mann gekommen sind, füllte es sich dann doch noch ganz gut. Da entstand dann auch das Bild! :)

Abend genießen, nach Hause,schön einschlafen.

Sonntag war dann ruhig, entspannen und Kraft tanken für die nächste Woche.

 

Denn am Montag erwartete mich wieder eine Gruppe. Die Basisschool uit Venray (Grundschule aus Venray) war bei uns und die Kinder hatten ein super Programm!

Ohne Probleme verlief die Woche reibungslos.

Freitag kam dann eine Gruppe vom Volksbund an, um die Workcamps vorzubereiten. Mit denen bin ich Freitag abend erstmal Pommes essen gewesen. Der Freitag verlief dann entspannt und am Lagerfeuer.

Samstag habe ich mit den Betreuern zusammen gefrühstückt und ihnen geholfen, dass alle Teilnehmer ankommen. Dann gab es Mittagessen und ich musste mich bissl beeilen, da ich gleich danach eine Führung hatte. Man war das anstrengend! Doch alles gut gelaufen, Abendessen und ich bin abends noch im Pilot gewesen, leider war es suuuuper fett und ich konnte nicht lange bleiben aber naja, nächstes Mal dann halt doppelt!

Sonntag habe ich wieder Frühstück gemacht, für die Gruppe eine Führung gehalten und gesorgt, dass bei der Abreise alles gut läuft. Der restliche Sonntag war wieder Kräfte sammeln! :)

 

Letzte Woche, also vom 26.05. bis 28.05. hatten wir hier eine deutsch- niederländische Gruppe. Eine deutsche und eine niederländische Schule die eine Art Austausch machen, suuuper cool! Die Gruppe war auch echt gut drauf und ich hatte suuuper viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Für mich gab es ja noch den Luxus, dass ich beide Sprachen spreche. Yeeeees! :) Genau und am Mittwoch sind sie dann abgereist. Ich habe dann mit Elly eine super schnelle und harte Putzaktion gestartet und abends war ich wie immer Mittwochs bei Frau Salters.

Donnerstag war hier Hemelvaart. Das ist in den Niederlanden (soweit ich es verstanden habe) Feiertag. Ich habe gut ausgeschlafen, war beim Sport und habe bissl die Sachen getan, die in der Woche liegen bleiben. Abends war ich dann bei Koen, wir hatten mit der Donerdagavondgroep grillen auf dem Programm stehen, aber nur für uns, ohne Kids. Super lekker gegessen und voll wieder genossen. Doch der Abend sollte für mich nicht so entspannt bleiben... plötzlich sagte man mir, dass ich mich mit drei anderen auf den Tisch stellen sollte. Okay dann mache ich das mal... Ein Ritual in der Donderdagavondgroep ist die "Ontgroening" (Feuertaufe, Mutprobe, ...) welche also an dem Abend statt finden sollte. Von 20 Uhr bis 24Uhr hatten meine Mitstreiter  und ich Zeit, um eine Liste von 69 Aufträgen zu bearbeiten, jeder Auftrag musste aber mit Video oder Foto bewiesen wurden. Gesagt getan! Ran an die Arbeit! Maaaan das war soo witzig und so ein mega toller Abend dadurch! Ohja, und der Verlierer von uns musste dann ab 24Uhr in der Disko mit einem Karnevalkostüm rumlaufen, glücklicherweise war ich nicht der Looser! Yeees! Genialer Abend, bedankt aan de organisatie! Was een leuke avond, en ik denk dat iedereen heel veel plezier hadde!

 

Heute Abend feiern wir in den Geburtstag von Sarah rein und morgen haben wir hier dann Stratentoernooi (Straßentunier) wobei die einzelnen Straßen gegen einander Fußball, Volleyball und Korfball spielen müssen!

Ik heb zin in !!!

 

Groetjes uit het mooi Ysselsteyn!

Gruß und Kuss,

Anne

22.05.2014 Ja! Ich habe es geschafft!

 

Hallo ihr Lieben.

 

Bevor ich meinen Blog wieder auf Vordermann bringe, erst eben diese Meldung (für diejenigen, die es noch nicht gehört haben):

Es gibt einen Artikel! Über mich, meine Arbeit und mein Leben in Ysselsteyn.

Anbei der Link für die Seite!

Viel Spaß beim lesen, freue mich über eure Kommentare! 

 

Hier is een artikel over mijn werk bij de Duitse militarie begraafplaats. Als jullie zin hebben, kunnen jullie het lezen. Helaas is het nog in het Duits, maar ik probeer hem zo snel mogelijk te vertalen!

Veel plezier met lezen, ik hoor graag jullie reactie!

 

http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/besondere-momente.html

 

Groetjes uit Nederland!

Anne

24.03.2014 Hin und wieder zurück - mit 600 km/h durch die Luft

 


Man, man, man, langsam wird das mit meinem Schreibrythmus echt peinlich! Aber ich habe auch eine kleine Entschuldigung, warum ich nicht schreiben konnte: Ich fühle mich in den Niederlanden einfach pudelwohl! :)

 

Jetzt ein paar Details, was ich die letzten zwei Monate so getrieben habe, ich hoffe ich vergesse nichts!

 

Die Ausstellung im Januar ging gut zu Ende. Ich hatte mit ihr meine erste niederländische Führung gut hinter mich gebracht und war dementsprechend zufrieden.

 

Der Februar begann mit einer einwöchigen Tagung des Volksbundes in unseren Räumlichkeiten. Ich rannte also die ganze Woche als "Mädchen für alles" durch die Gegend und sorgte dafür, dass alle zufrieden waren und alles gut war. Abends habe dann einige sehr spannende Gespräche mit den anderen Teilnehmern geführt. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich gar keine Lust hatte, deutsch zu sprechen. Deshalb habe ich mich an jene Teilnehmer gehalten, welche niederländisch sprechen. Dementsprechend war ich auch sehr froh, als das Seminar dann zu Ende ging, da die Tage in der Woche doch sehr lang waren. Gesagt getan! Am Wochenende wurde schööön ausgeschlafen :)

 

In der Woche danach kam von Montag bis Mittwoch eine Gruppe aus Deutschland, welche sehr angenehm und interessiert war. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit ihnen das Programm durchzuführen, da sie super viele Fragen hatten und immer sehr aufmerksam waren.

Der Rest der Woche war dann wieder etwas ruhiger. Es gab dennoch genug zu tun für mich! :)

 

Der zweite Teil des Februars verlief eher ruhig, dennoch habe ich jeden Tag etwas zu tun gehabt.

 

Umso aufregender, spannender und abwechslungsreicher war der März!

Der März begann nämlich hier zu Lande mit dem Karneval oder auf niederländisch "Carnaval".

Dazu gibt es erstmal die Geschichte bezüglich meines Kostüms. Natürlich denkt man nicht daran, wenn man ins Ausland fährt, ein Faschingskostüm mitzunehmen, warum auch? Also ich hatte keins mit. Daraufhin habe ich meine Mam angerufen und gebeten, mir ein Kostüm per Post zu schicken. Dummer Weise, war Mama zwei Wochen vor Karneval im Urlaub, sprich sie konnte das Kostüm erst am Montag vor Karneval losschicken und wir waren uns nicht sicher, ob es rechtzeitig ankommen würde. An dem Donnerstag dieser besagten Woche vor Karneval, hatten wir in Ysselsteyn abends mit den Kindern Fasching, bei welchem ich ein Kostüm von einem Mädchen geliehen bekommen habe. An diesem besagten Donnerstag Abend habe ich dann den Leuten dort mein Leid geklagt und berichtet, dass ich Angst habe, dass mein Kostüm nicht rechtzeitig ankommen würde. Darauf hin, aaaah!, kam meine Rettung, ein Junge sprang auf, ging kurz weg und kam mit einem Kostüm zurück! Ich war so glücklich. Das war das alte Kostüm vom Jugendrat hier im Dorf.

UND! Dann wurde es noch besser, denn mein Kostüm aus Deutschland kam am Freitag Nachmittag an!!! :)) Sprich ich hatte zwei Kostüme für vier Tage! 

Das war aber nicht schlecht, da das Kostüm von dem alten Jugendrat, an zwei von den vier Tagen nicht angebracht war.

Und dann ging es los! Am Samstag den 01.03. begann für mich offiziell Karneval. Ich habe mich um 6:55Uhr im Dorf mit einem Mädchen verabredet, bei welchem ich mit 7 anderen Mädchen erstmal ordentlich frühstücken sollte. Wir machten uns also ein leckeres Spiegelei und genossen unser umfangreiches Frühstück. Dann ging es mit einem Spezial- Bus von Ysselsteyn Richtung Venlo, das Ziel an diesem Tag. Ich hatte das "niederländische Kostüm" an und unter meiner Jacke befanden sich sage und schreibe 6 Oberteile, damit ich ja nicht kalt bekomme und es war doch zwischendurch ein wenig frisch! In Venlo ging dann das Feiern los, wir waren mit die Ersten, konnten uns damit aber auch gute Plätze sichern. Mittags haben wir dann in Venlo Fisch gegessen und sind von dort aus mit dem Zug nach Venray gefahren, wo bereits schon mehrere Leute aus Ysselsteyn auf uns warteten. Dort ging dann das Feiern weiter.

Am Sonntag stand für mich dann Kinder-Karneval auf dem Programm, wo ich dann als Pirat erschien. Mit den Kindern hatten wir wieder unglaublich viel Spaß und wir haben mit ihnen einen Tanz zu dem Lied "Bewegen ist gesund" eingeübt und diesen dann den Eltern gezeigt. Abends durften dann die Jugendlichen Karneval für sich feiern. Es gab einige Auftritte von Jugendlichen und auch da haben wir nochmal unseren Tanz getanzt.

Montag morgen musste ich arbeiten, das ging eigentlich ganz gut, da ich Sonntag bei Zeiten nach Hause gefahren bin- mit dem Fahrrad!

Montag um 12 Uhr habe ich mich dann wieder umgezogen und fertig gemacht, weil es wieder nach Venray ging. Dort fand an dem Tag der Umzug statt, bei welchem man nicht fehlen durfte! Denn bei dem Umzug war die Besonderheit, da Venray hier eine Gemeinde ist und Ysselsteyn als Dorf zu der Gemeinde gehört, kam also auch der Wagen von Ysselsteyn in dem Umzug vor. Doppelt schön besonders bei dem Umzug war, dass es auf Grund der vielen Wagen und Teilnehmer einen Wettbewerb gab. Ysselsteyn hatte in den letzten Jahren die wichtigsten Preise abgeräumt und zum Glück auch dieses Jahr- Ich konnte mich also freuen!
 Abends wurde dieser Erfolg natürlich wieder ausgiebig gefeiert, für mich ging es wieder nicht zu lang, da ich auch Dienstag vormittag arbeiten musste.

Gesagt getan, Dienstag wurde wieder gearbeitet. Und um 12 Uhr habe ich mich dann wieder fertig gemacht und marschierte als Piratin Richtung Ysselsteyn, dort fand nämlich am Dienstag der große Dorf -Umzug statt. Ich konnte Sjoerd am Anfang üüberhaupt nicht glauben, dass dieser Umzug groß werden würde, da mein Dorf einfach mal meega klein ist, aber dann sah ich, dass der Umzug auch durch die kleinste Straße ging und der Umzug damit groß war. Dann gab es auch bei diesem Umzug wieder eine Kürung der besten Teilnehmer und dann bin ich mit einer Freundin zu ihr Fritten und Frikandel special essen gewesen und gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Jera, hier wurde nämlich für die Jugendlichen der Karneval abgeschlossen. Ich hatte mir vorgenommen, diesen Abend zu genießen, war dann auch eine der Letzten auf der Tanzfläche und hatte entsprechend wenig Schlaf, aber habe dennoch den ganzen  Mittwoch gearbeitet. Mittwoch abend war dann traditionelles Fisch essen. Donnerstags haben wir uns in einer entspannten Runde so getroffen.

Freitag Abend hatte eine Freundinn von mir ihre Geburtstagsfeier, zu welcher ich eingeladen wurde. Wir haben nett bei ihr Zuhause gesessen und da wir 8 Mädchen und 1 Junge waren, wurde seeeeehr viel gequatscht.

Samstag war ich dann mit einer gemischten Gruppe in einem Club in einer anderen größeren Stadt, das war auch sehr cool. Und nach dem Feiern habe ich das erste Mal die Tradition befolgt: Nach dem Feiern erstmal noch Eier essen bei jemanden. Gesagt getan. Ich hatte also mein Frühsütkc bevor ich schlafen gegangen bin. Sonntags habe ich dann ein Fußballspiel von der ersten Mannschaft von Ysselsteyn angeschaut, das hat mir ein bisschen gefehlt, in Deutschland habe ich meinen Brüdern oft zugesehen.

 

Am Montag kamen dann Bundeswehr Soldaten aus der Nähe von Rostock bei uns hier an. Sie sollten in ihren zwei Wochen im hinteren Teil des Friedhofs Bäume fällen. Dies haben sie auch sehr ordentlich getan. Leider hatte ich mit den Herren nur eine Woche, da ich nach Dresden zum Zwischenseminar musste. Aber die erste Woche war dennoch recht nett und entspannt.


Am Freitag Nachmittag hatte ich dann frei, habe meine 7 Sachen gepackt und bin mit meinem Flitzer (=meinem Auto) Richtung Düsseldort gestartet, da ich von dort aus nach Dresden geflogen bin. Ein kurzer Zwischenstop bei Dietmar, welchem ich mein Auto anvertraute und von welchem ich noch eine Tasse Kaffe erhielt. Und dann ging es schnell zum Flughafen und plötzlich war ich in Dresden. Wurde von Mama, Moritz und Florian empfangen, von denen einer mehr strahlte als der andere.

Freitag abend habe ich dann mit Mam genossen, wir waren aus.

Samstag haben wir einige Besorgungen gemacht und abends haben Moritz und Mama mich nach Pappritz gefahren. Ich war also in Dresden, aber doch nicht zu Hause.

Dann begann mein 9 tägiges Seminar beim ICE. Es war eine wuuunderschöne Woche mit den anderen Mitfreiwilligen, ich habe zwischendurch super viel Spaß gehabt und die gemeinsamen Abende sehr genossen. Es waren auch die anderen 3 Mitfreiwilligen bei dem Seminar, mit welchen ich in zwei Wochen in Urlaub nach Budapest fliege! :) Aber es war natürlich auch super anstrengend, die Tage waren voller Programm und die Nächte kurz.
Gestern bin ich dann wieder zurück geflogen, wurde lieb von Dietmar und Lars in Düsseldorf empfangen und bin dann gleich weiter nach Hause gedüst.

In Ysselsteyn angekommen, fiel ich sofort in mein Bettchen, die Woche hatte doch sehr geschlaucht.
Heute hatte ich glücklicherweise frei und habe erstmal sehr schön ausgeschlafen. Danach habe ich Joris und Lian begrüßt welche sich auch unglaublich freuten, mich wieder zu sehen. Joris meinte sogar "Anne, die Woche ohne dich war schon sehr ruhig." Juhuuuuuuuuu :)) Auch Kalle hat sich sehr gefreut, dass ich wieder in Ysselsteyn bin. Eigentlich kann man auch sagen, ganz Ysselsteyn hat sich gefreut :)

 

Ich bin also wieder zu Hause, mir geht es super gut und morgen geht es dann ganz gewohnt wieder los!

 

Das letzte halbe Jahr beginnt und ich werde jede einzige Sekunde aufs vollste genießen! :)

 

Groetjes Anne

22.01.2014 Die berühmten "Drei- Küsschen"

 

Ja! Es ist mal wieder drei Wochen oder gar länger her, dass ich mich nicht gemeldet habe. Aber ist nicht so schlimm, dafür habe ich jetzt umso mehr zu erzählen! :)

 

Weihnachten und Silvester habe ich mit meiner Familie in Deutschland verbracht. Natürlich kamen meine Freunde und einige gute Partys nicht zu kurz. Die Zeit hat echt gut getan und mir viel Energie fürs Neue Jahr gegeben. 

Apropos Neues Jahr. Als ich dann am 04.01. wieder in Ysselsteyn angekommen bin, wurde mir schon früh beigebracht, dass erst Mitte Januar aufgehört wird, dem Gegenüber ein gesundes, neues Jahr zu wünschen. Und das macht man in den Niederlanden nicht irgendwie, sondern mit drei Küsschen, ähnlich der französischen Variante - aber je besser man sich kennt, desto näher werden die Küsschen Richtung Mund platziert - so gut kennt man mich hier aber noch nicht ;)

Und heute habe ich noch dazu gelernt, dass man das auch macht, wenn jemand Geburtstag hat bzw hatte und man ihn gut kennt, also mindestens einmal wird die Aktion dann wohl noch auf mich zukommen ;)

 

Weiter im Text.

Am 08.01. kamen drei Herren zu uns, welche sich um den Aufbau unserer derzeitigen Ausstellung kümmerten. Es ist eine deutsche Ausstellung mit dem Titel "Anfang und Ende". Sie zeigt Bilder und Tagebucheinträge die Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden sind, bzw nach dem Zweiten Weltkrieg. Und dem zu Folge auch, wie alles Zerstörte wieder aufgebaut werden musste. Es sind nicht allein Bilder aus Deutschland - Stalingrad, sprich die Sowjetunion und andere osteuropäische Länder, sowie die Niederlanden spielen auch eine Rolle - der Krieg hinterließ überall die gleichen Spuren.

Wir haben also seit drei Wochen niederländische Schulklassen zu Gast, welche mit einem Kurzfilm beginnen, dann Aufgaben zu der Ausstellung erhalten und das Programm wird mit einer Führung über den Friedhof abgerundet. Eigentlich echt spannend, auch für uns zu sehen, wie die "Kleinen" darauf reagieren und damit umgehen. Wir haben einige Texte auf niederländisch aufgehängt, damit die Kinder das nötige Hintergrund- wissen erlangen können.

 

Und wenn keine Schulklassen da sind, bin ich noch immer dabei, die Häuser winterfest zu machen, bzw grundzureinigen. Was hier in einem Satz ausgedrückt wird, ist nie im Leben so wenig, wie es am Anfang klingt.

 

Diese Woche war noch die Besonderheit, dass wir von Montag bis heute eine deutsche Gruppe aus Düsseldorf zu Besuch hatten. Auch diese Gruppe hat sich mit der Ausstellung beschäftigt, aber auch mit den Einzelschicksalen, sie hatten also eine gute Mischung von allem, was wir bieten.

Die drei Tage waren sehr cool mit den Jungs! :)

 

Außerdem hatte der Januar ja schon zwei Wochenende für mich zu bieten. 

Das erste Wochenende habe ich mir mal wieder meine Dorfdisko gegeben, aber natürlich auch den Winterschlussverkauf. Sonst aber nichts Besonders.

Letztes Wochenende hingegen, war da etwas anders. Die Freiwillige Monika aus Belgien kam mich besuchen. Wir wollten Samstag ins Kino gehen, da ich aber mit den Entfernungsbestimmungen hier zu Lande doch noch nicht so zu recht komme, kamen wir natürlich zu spät ins Kino, konnten den Film nicht mehr sehen und sind dann zurück nach Ysselsteyn gefahren und haben kurzer Hand eine DVD eingeworfen - Was ein Ausflug.

Das Highlight des Wochenendes war aber der Samstag abend, denn da haben Monika und ich uns den Genuss der niederländischen Carnevalsmusik gegönnt. Ich fand es echt witzig. Für mich als Dresdnerin ist alles was mit Carneval zu tun hat ja eine ganz andere Welt, deshalb dachte ich den Abend - zur Einstimmung für März.

 

Meinen niederländisch Kenntnissen geht's blendend.

Ich spreche nur noch Niederländisch, im größten Notfall mit den Gruppen auch Deutsch. Und ich bekomme es mittlerweile auch hin, meine ersten "Gespräche" zu führen. Das heißt, das Kontakteknüpfen läuft jetzt auch!

Der nächste große Schritt wird jetzt die Führung auf Niederländisch sein, dafür muss ich mir aber noch ein kleines bisschen manche Sätze aneignen.

 

Ach ja, und noch eine Neuigkeit ist, dass ich mich jetzt doch für den Sport entschieden habe und versuche, regelmäßig nach Venray zum Sport zu fahren. Das tut echt gut, ist eine schöne Abwechslung und ich habe es bis jetzt auch immer geschafft, zu gehen.

 

Die Woche ist nicht mehr solange für mich, da ich Freitag bis Montag frei habe. Aber dennoch stehen einige Punkte auf meiner Arbeitsliste für morgen, was auch gut so ist! :)

Am Wochenende wird dann wieder das Dorf unsicher gemacht und mal sehen, was mir noch so in den Sinn kommt.

 

Die Ausstellung steht noch bis nächste Woche, dann wird sie wieder abgebaut, von den drei Herren.

Anfang Februar ist dann ein Seminar des VDKs bei uns, wofür ich heute schon meinen "Dienstplan" erhalten habe, welcher gut gefüllt ist, also keine Sorgen, mir wird so schnell hier nicht langweilig! :)

 

Soweit, so gut.

 

Groetjes Anne 

13.12.2013 Weihnachtszeit- Endlich ist es soweit!

 

Und endlich schreibe ich mal wieder ;)

Ich habe mich schon gewundert, warum ich so oft auf meinen nächsten Blogbericht angesprochen wurde, als ich dann heute feststellte, dass es ja echt EINEN MONAT her ist, dass ich nicht mehr geschrieben habe. Also Entschuldigung dafür!

 

Puh was ist passiert...

Im Allgemeinen war es eine Hammer- Zeit, wird irgendwie immer besser. Mir geht es gut, ich bin gesund und munter, mir fehlt es an nichts und endlich zähle ich mich auch unter jene, die Niederländisch doch ein bisschen sprechen können.

Die Leute hier, die mich von Anfang an kennen und jetzt eine Zeit lang nicht gesehen haben, so zum Beispiel der Mann meiner Sprachkurs-Lehrerin, sind erstaunt und erfreut, wie gut ich es doch schon kann. Soviel dazu.

Natürlich habe ich viel erlebt. Ich hoffe,  ich kann mich an alles erinnen:

 

Stehen geblieben war ich ja am 16.11., sprich der folgende Tag war der 17.11.

Wow, dann fangen wir ja den Bericht gleich mit einem hyper spannenden Tag der letzten vier Wochen an. Der 17.11. war hier ganz groß und super besonders: Volkstrauertag!

Deshalb gab es hier eine große Veranstaltung mit pipapo. Angefangen hat es natürlich, typisch niederländisch, mit erstmal bisschen Kaffee trinken. Ich habe also lieb Kaffee und Tee ausgeschenkt, das dafür nötige Vokabular hatte ich ja bereits drauf. Und dann kam der Hauptteil. Viele Reden, Präsentationen und Musikstücke und natürlich der Hauptakt: Die Kranzniederlegungen auf dem zentralen Platz unseres Friedhofs (vgl. Bilder). Besonders war dieses Jahr, dass 9 Nationen anwesend waren, die miteinander dem Frieden gedacht haben, was ja schon beachtlich ist.

Ich hatte auch einen Part, welcher zum Totengedenken gehörte. Diese Jahr sollte dies von einem deutschen Schüler und einem deutschen Soldaten, sowie einem niederländischen Schüler und einem niederländischen Soldaten vorgetragen werden. Ich hatte dabei die Rolle des niederländischen Schülers. Wochen vorher hatte ich von Sjoerd einen Text erhalten, welcher angeblich mein Part sein sollte, diesen habe ich dann mit Ingrid super ausführlich geübt und durchgesprochen und konnte ihn dann fast im Schlaf. Nur musste ich leider 5 Minuten vor meinem "Auftritt" erfahren, dass dies leider nicht der richtige Text war und der eigentliche Text viel kürzer, schwerer und anders war. Top! Meine Aufregung stieg, ich bekam noch kurz  bissl Nachhilfe von dem niederländischen Soldaten, bezüglich einiger Worte, die ich noch nie gehört hatte und auch nicht wusste, was sie heißen - und dann war es schon so weit! Einen kleinen Stocker drin, aber sonst solide. Puh! Nach der Veranstaltung wurde mir dann auch noch öfters gedankt, dass ich dies getan hatte, sprich so schlecht war ich doch nicht. Danach gingen alle wichtigen Leute in das Gemeindehaus von Ysselsteyn. Eigentlich gehörte ich nicht dazu, ich sollte eigentlich aufräumen, aber da Elly das schon getan hatte und der Bürgermeister etwas im JOC vergessen hatte, was ich ihm noch schnell bringen sollte, gehörte ich am Ende doch zu den wichtigen Leuten. Und aß dann erstmal entspannt mit dem Brügermeister und dem deutschen Botschafter ein Stück Kuchen. Später machte ich dann noch mit dem "Identifikationsdienst" Bekanntschaft, welcher uns in der nächsten Woche besuchen würde. Seehr nette und spannende Herrschaften alles :)

Der Sonntag danach verlief eigentlich sehr entspannt und ich freute mich auf die nächste Woche.

 

Höhepunkt der Woche vom 19.11.-24.11. war zum Einen der Dienstag, weil wir Besuch von dem angekündigten Indentifikationsdienst erhielten. Dazu muss man sagen, der Identifikationsdienst ist eine Untergruppe des niederländischen Militärs und befasst sich, wie der Name schon sagt, mit der Identifikation von unbekannten Soldaten. Da wir hier auf dem Friedhof um die 6000 unbekannten Soldaten liegen haben, sind wir deshalb sehr interessant. Deshalb waren die drei Herren am Dienstag auch da, sie sind auf der Suche nach einem deutschen Mann, bzw ein Mann sucht seinen Vater und auf Grund von zahlreichen Hinweisen konnte man dann feststellen, dass dieser gesuchte Mann hier bei uns beerdigt ist. Außerdem fand man heraus, dass er in einer Kompanie war, mit 4 anderen Kameraden. Alle liegen hier und von den 5 insgesamt sind 3 bekannt und 2 unbekannt und der Gesuchte ist einer von den zwei Unbekannten. So und deshalb ist der Identifikationsdienst gekommen, weil der folglich die beiden Unbekannten ausgegraben hat, bzw. das was von den beiden noch übrig ist, und sie nun anhand von DNA u.ä. wenigstens den einen identifizieren wollen. Und das war doch alles sehr spannend, zu sehen wie die Männer arbeiten und was sie beachten. Und übrigens sind die Herren auch so echt super drauf, sie haben mir z. Bsp. erzählt, dass sie immer, wenn sie nach Deutschland und hier nach Ysselsteyn fahren, eine ganz bestimmte CD hören, denn auf dieser CD sind deutsche Schlager (siehe 99 Luftballons) und damit würden sie sich auf die deutsche Sprache vorbereiten :D So witzig!

Und das ALLERbeste an dem Besuch der drei Herren war, dass es nach der getanen Arbeiten noch Kuchen gab und zwar meinen Lieblingskuchen! :)

 

Den restlichen Teil der Woche habe ich entweder mit Sjoerd oder mit Lian gearbeitet. Joris war ja noch im Urlaub.

Und Freitag hatte ich dann frei. Ich habe meine Mama mittags in Düsseldorf abgeholt, wir verbrachten das Wochenende zusammen in Antwerpen bei ihrer Freundin Irmela. War ein super schönes und entspanntes Wochenende, wir haben viel gesehen, probiert und erlebt. Denke gerne zurück! Sonntag musste Mama dann nach Hause fliegen, ich wurde vorher schnell ausgeladen und dann fuhr das Auto mit Mama weiter nach Düsseldorf.

 

Am 26.11. habe ich dann den Männern auf dem Friedhof geholfen. Ich sollte mich um die Laubblätter kümmern, also wurde mir so eine Maschine in die Hand gedrückt, aus welcher Luft kam und ich sollte dann die Blätter so zusammen wehen, dass dann einer von den Männern entspannt mit dem Rasenmäher drüber fahren konnte und die Blätter weg waren. Gesagt, getan! Hat doch auch Spaß gemacht, ich finde so eine Maschine bräuchte man auch für den heimischen Garten, dann müsste man das nicht alles per Hand machen, nur leider ist der heimische Garten nicht 17 Hektar groß :D

 

Der Rest dieser Woche verlief dann wie der, der letzten Woche - mit dem Unterschied, dass Joris braun gebrannt aus seinem Indien-Urlaub wieder gekommen ist. Davon hat er natürlich ausführlich berichtet und ging dann mit frischem Mut an die Arbeit.

 

Oh ganz so verlief die Woche dann doch nicht wie die letzte, weil ich hatte zwar Freitag wieder frei, bin aber schon Donnerstag abends nach Düsseldort gefahren. Dort habe ich dann den Freitag und Samstag bei Freunden verbracht, mit viel Shoppen, Essen und Entspannen. Ich habe Köln, Düsseldorf und Oberhausen gesehen. Also war echt super und bei der Gelegenheit habe ich auch die Geschenke fürs Team gekauft. Es war so schön, die Weihnachtsmärkte zu sehen, weil es nämlich diese in der Niederlande nicht gibt. Hier ist Weihnachten nicht so groß. Wichtiger ist hier Nikolaus und wenn das vorbei ist, ist es hier auch wieder ruhiger. Samstag bin ich dann gegen Nachmittag zurück gefahren, weil Tarcicia am Abend ihren Geburtstag (nach) gefeiert hatte und ich erstens eingeladen war und zweitens ihr auch ein bisschen unter die Arme greifen wollte. Das heißt, ich habe erst einen super schönen Abend im JOC verbracht, mit Live Musik und pipapo und suuuper leckeren Snacks und dann hat es Sjoerd tatsächlich noch geschafft, mich zu überreden, dass ich mit ihm MIT DEM FAHRRAD zur Dorfdisko fahre. Gesagt, getan! :D Die Bands an dem Abend waren auch echt nicht schlecht, Sjoerd hat also alles richtig gemacht und ich konnte mich sogar eeendlich ein bisschen mit manchen unterhalten, irgendwie musste ich es auch, weil Sjoerd war irgendwie die ganze Zeit weg :D Ja und dann bin ich, als die Party vorbei war, mit dem Fahrrad nach Hause gefahren, meine 2,5 km. Echt ohne Mist, ich hätte mir das niemals träumen lassen, dass ich irgendwann von einer Party mit dem Fahrrad nach Hause fahre :D Aber gut. Und Sonntag morgen habe ich dann für Tarcicia und ihre Gäste Frühstück gemacht. War also wieder alles super gelungen und super schön :) Den Rest des Wochenendes habe ich ruhig ausklingen lassen. So das war das erste Adventswochenende.


Passend zur Zeit, schenkte ich dem Team erstmal einen Adventskranz, bisschen weihnachtliche Stimmung brauche ich dann doch. Alle haben sich gefreut und schon brannte die erste Kerze.

 

Die Woche verlief also mit Sjoerd UND Joris. War wie immer eine Hammer-Zeit, haben viel Mist gebaut und gelacht ;) Ansonsten halt wie die anderen Woche, die Häuser winterfest gemacht, also hyper gründlich geputzt und das ist echt utopisch viel Arbeit...

Freitag hatte ich wieder frei und bin dann Donnerstag abends nach Dortmund, zu Freunden, gestartet. Wenn sich jeder noch an den 05.12. erinnern kann, dann wisst ihr auch noch die Wettervorhersage für den Abend?! Ja! Sturm, Sturmböhen, Hagel, Schnee und alles durcheinander, also eigentlich ein Wetter, bei dem man zuhause bleiben sollte und nicht über die Autobahn düsen sollte. Ähnlich sah dann auch der Verkehr aus, besonders um Bochum war es recht unentspannt, ich kam allerdings trotzt allem gut gelaunt und munter in Neuenrade an. Dort wurde ich auch mit offenen Armen empfangen, da alle froh waren, dass ich heil angekommen bin. Der Abend endete mit einem deutschen Krimi. Der nächste Tag war der Hammer. Mein Kumpel hatte eine Art Abschlussfeier, sprich man fuhr mit der S-Bahn nach Dortmund, auf den Weihnachtsmarkt und traf sich mit einer großen Gruppe und stieß erstmal mit einem leckeren Glühwein an. Bei dem einen Glühwein sollte es nicht bleiben. Ja also wir erlebten viel, abends trafen wir uns dann noch mit anderen Freunden und haben echt viel erlebt. Samstag haben wir dann alle Fußball geschaut, dass hat mir in der letzten Zeit doch auch ein bisschen gefehlt - weil wer meine Brüder kennt - weiss, dass das bei mir eigentlich "Standard" zu Hause ist.

Und Sonntag den 08.12. bin ich dann wieder nach dem Frühstück gestartet, weil wir vom JOC Weihnachtsfeier hatten. Wer also oben aufmerksam gelesen hat, weiss noch, dass es in der Niederlande kaum Weihnachtsmärkte gibt, also fuhren wir nach Deutschland auf eine niedlichen, kleinen Weihnachtsmarkt und haben abends dann in einem Restaurant schön eine Fleischplatte, bzw drei von denen, gegessen :D Und dann noch ein schönes kühles Bierchen dazu und ich bin hyper glücklich :)

Also ich muss sagen, mir geht es echt gut, ich kann nicht klagen! :)

 

So und jetzt sind wir ja schon in dieser Woche. Diese Woche waren " meine Jungs" wie ich so gerne sage, srich Sjoerd und Joris nicht da :(( Die beiden hatten Seminar und Termine in Deutschland, die gaaanze Woche. Naja ging trotzdem irgendwie ;)

Boah der Montag war auch nicht schlecht. Ich hatte nämlich frei und bin mit Ingrid nach Krefeld zum Shoppen gefahren :D

WIr haben uns also in Krefeld erstmal ein schönes zweites Frühstück gegönnt und gestärkt sind wir dann in die geschäfte gestürmt.

Völlig fertig und bissl beladen sind wir dann abends zurück gefahren und dann bin ich noch mit zu Ingrid gefahren und dort haben wir beide mit ihrem Mann zusammen, sprich zu dritt, entspannt chinesisch gegessen.

 

Dienstag habe ich Lian geholfen und Mittwoch war ich wieder mit den Gärtnern auf dem Friedhof unterwegs.

 

Gestern war ein schöööner Tag. Ich habe morgens Lian geholfen - bis Tarcicia eine E-Mail von einem Mann vom Identifikationsdienst bekam. Er wollte einen Text auf deutsch übersetzt haben. Tarcicia meinte eigentlich, dass wir dafür keine Zeit hätten und da fiel ihr ein, dass ich ja auch noch da bin. Also gab sie mir die Aufgabe. Ich dachte  ich schaffe das gar nicht und müsste das dann Abends fertig machen, aber man höre und staune, ich bin gegen 16 Uhr fertig geworden und habe dem netten Mann den deutschen Text dann sofort als Anhang per Mail geschickt und der hat sich sooo gefreut und das hat mich soo glücklich gemacht, war voll schön:))

Und abends habe ich dann noch mit Samuel, einem Freund und Mitfreiwilligen in Liverpool, geskypt und der hat dann einiges von meiner guten Laune abbekommen und dann waren alle glücklich :)

Ja, das war schön! :)

 

Und heute habe ich auch gearbeitet, jetzt wird, da alle Häuschen fertig sind, das Hauptgebäude grundgereinigt. Da heute einige ihren letzten Arbeitstag fürs Jahr hatten, haben wir zusammen Kaffee getrunken und es gab ein kleines Geschenk und ich habe meine Geschenke (natürlich typisch niederländisch mit einem niederländischen Gedicht dazu) übergeben. Ja und dann haben heute eigentlich alle einen entspannten gemacht, ich habe mein liebes Auto bei den Männern in die Garage gestellt, damit es nicht so alleine ist und im Winter nicht so kalt hat ;)

 

So und jetzt warte ich darauf, dass "meine Jungs" wieder hier ankommen. Und heute Abend feiert Joris seinen Geburtstag hier, er hatte in seinem Urlaub Geburtstag.

 

Und mal sehen, was das Wochenende noch so bringt! :)

 

Weihnachten bin ich dann in Dresden, also mal sehen, wann der nächste Eintrag kommt. Ich habe also Urlaub und mein erster  Arbeitstag ist der 06.01. - im Januar haben wir hier dann eine Ausstellung.

 

Dus, prettige kerstdagen en een gelukkig nieuwjaar aan iedereen! :)

(Also, schöne Weihnachtstage und guten Rutsch ins neue Jahr, an alle.)

 

Tot zo en groetjes,

Gruß und Kuss,

Anne

16.11.2013 Die letzte Zeit war unschlagbar!

 

Ja, ich habe mich in den letzten zwei, drei Wochen kaum bei jemanden gemeldet und ja, kaum jemand wusste was bei mir so läuft - das lag aber einfach daran, dass ich entweder arbeiten musste, oder die Zeit mit den Gruppen verbracht habe. Und damit ich nicht jedem die Geschichte einzeln erzähle, dürft ihr sie alle hier lesen! :)

 

Ich beginne natürlich wieder da, wo ich bei meinem letzten Post aufgehört habe.

Die Woche vom 28.10. bis 03.11. war eigentlich eine ganz normale Woche. Arbeiten, vorbereiten, durchdenken, planen und putzen. Was halt alles dazu gehört.

Am  Freitag, den 1.11.  war ich auf meiner ersten Dorfparty hier und ich muss sagen, nicht schlecht! Hat super viel Spaß gemacht und das Bier hat auch geschmeckt.

 

Das Wochenende danach, sprich der 02.11. und 03.11. verlief dagegen nicht so wie immer. Ich bin nämlich am Samstag früh nach Lommel gefahren. Lommel ist ein Dorf in Nord-Belgien, in welchem der VDK auch einen Friedhof und eine Jugendbegenungsstätte hat. Der Friedhof in Lommelist flächenmäßig  kleiner als der in Ysselsteyn, aber es liegen dort rund 7.000 mehr Gefallene Soldaten  als in Ysselsteyn. Grund dafür ist einfach, dass in Lommel ein Stein für zwei Gräber steht und es viel mehr Kameradengräber gibt. Gut, aber der Friedhof war nicht der Grund, warum ich nach Lommel gefahren bin. In Lommel gibt es nämlich auch eine Freiwillige, Monika, und da sie auch alleine ist und ich alleine bin, habe ich mir gedacht, dass ich zu ihr fahre und wir gemeinsam das Wochenende verbringen - dann ist niemand alleine. Ich bin also am Samstag nach einer Stunde Fahrt gegen 13 Uhr bei ihr angekommen. Habe meine Sache ausgeladen und wir haben erstmal gemeinsam Mittag gegessen. War echt nett und ich habe endlich, seit langem mal wieder, Sandwiches gegessen, hat mich schonmal glücklich gemacht! Nachdem wir dann bissl gechillt  und gequatscht haben, über Gott und die Welt, sind wir gemeinsam aufgebrochen - Ziel: Aqua Mundo - ein Freizeit- und Erlebnisbad in der Nähe. Da haben wir uns dann an den zahlreichen Rutschen und Wasseranlagen gut ausgetobt. Sichtlich müde und erschöpft von der Aktion sind wir dann nach Hause gefahren, um wieder etwas hyper Leckeres zu Essen gemacht. Zum Abschluss des schon lange nicht mehr jungen Tages, haben wir dann noch gemeinsam einen Film geschaut und dann ist jede in ihr Bett gegangen. Am nächsten Tag wollten wir erstmal ein bisschen ausschlafen. Das haben wir getan und zwar solange, dass wir das Frühstück ausfallen ließen und gleich Mittag gegessen haben, Nudeln mit asiatischen Hühnchen süß-sauer. Danach sind wir gemeinsam aufgebrochen nach Lommel Zentrum, wir wollten bisschen schlendern und schauen ob man vielleicht was shoppen könnte. War leider eine kleine Pleite, da nur ein Laden geöffnet hatte. Dafür waren wir in der Kirche und dann kam noch die Aktion tanken. Weil ich  unbedingt in Belgien für unschlagbare 1,42€ tanken wollte. Dann standen wir vor der Tankstelle und ich war mir nicht mehr sicher, was ich tanken musste. Als ich mich dann für ein Benzin entschieden hatte, kam noch die Hürde: belgische Tankstellen- Automaten. Da musste man mit seiner EC-Karte an einen Automaten rennen und was weiss ich alles machen. Als ich dann merkte, dass das alles für mich bissl nach chinesisch klang, entschied ich mich den sympatischen Belgier hinter der Kasse um Hilfe zu beten, welcher mir dann gleich half, alles erklärte und dann konnte ich beruhigt tanken.

Jetzt weiss ich wie es geht! :D

Nach der Aktion sind wir zurück gefahren, sind gemeinsam über den Friedhof gelaufen, sie hat mir bisschen was erklärt und dann, nach bisschen quatschen und einem kleinen Abendessen, haben wir uns dann verabschiedet und ich bin gegen 19Uhr zurück nach Ysselsteyn gefahren, bisschen Nacht fahren üben ;) 

 

Montag der 04.11. ließ dann die "unschlagbare Zeit" beginnen.

Es begann, als mir Sjoerd am morgen eröffnete: "Anne, heute kommt eine deutsche Jugendgruppe und eine Militärgruppe an." Ich registrierte dies und wusste was zutun war. Ich bereitete alles vor und die Jugendgruppe aus Duisburg kam sehr pünktlich an, ich machte die Einweisung und die Jugendlichen verschwanden in ihren Häusern, kamen zum Mittagessen und dann machte ich mit ihnen die Führung. Währendessen sollten die Militärgruppe eintreffen, doch dem war so nicht. Sjoerd und ich wunderten uns jede Stunde mehr, die sie nicht da waren. Dann! Der erste Anruf und die Meldung, sie würden gegen 19Uhr bei uns ankommen. Für die Jugendgruppe gab es dann irgendwann schon Abendessen und die Militärgruppe war immer noch nicht da. Als ich dann fertig mit abwaschen und aufräumen war, hörte ich plötzlich wie gegen 20 Uhr das Telefon klingelte. Leider kam ich zu spät, also rief ich zurück, da es eine deutsche Nummer war. UND! Halleluja, es war die Militärgruppe, die mir sagen wollte, dass sie in einer Stunde ankommen würde - oh,  war ich glücklich! :)

Noch glücklicher war ich, als die 9 Herren dann alle vor mir standen. Ich erklärte kurz das Wichtigste und übergab die Schlüssel. Schon witzig dieses bayrisch :D

Dann gab ich noch die Frühstückszeit durch und verabschiedete mich.

 

 

Dienstag hatte dann die Jugendgruppe Programm und die Militär wurden an die Gärtner überwiesen und von diesen dann eingewiesen, welche ihre Arbeit wäre. Abends wurde ich dann zum netten Beisammensein bei der Militrägruppe eingeladen, was ich dankend annahm.

 

Eigentlich waren die Tage durch das Programm der Jugendgruppe voll. Einmal hatten wir dann sogar noch eine Tagesgruppe, die es auch zu unterhalten galt. Wir entschieden viel spontan. Schon deshalb, weil Sjoerd und ich auch nur zu zweit waren, war es manchmal echt nicht leicht, die Programmpunkte zu ordnen - aber wir haben es ja geschafft :)

 

Die Führung der Militärgruppe war für mich mal wieder eine Herausforderung, da auch sie wieder viele Fragen stellten, die ich ihnen nicht gleich auf Anhieb beantworten konnte.

Ich denke , meine letzte Militärgruppe wird dann keine Fragen mehr haben, die ich nicht beantworten kann. :D

So was passierte noch?  Ach ja ich habe zwei Männern zugesehen, wie sie ein altes Kreuz gegen ein Neues eingetauscht haben, war echt interessant :)

 

Ja  - die Woche habe ich grob zusammengefasst. Ich habe halt jeden Tag meine gute Laune versprüht und geschaut, dass es jedem gut geht.

 

A porpos gut gehen, am letzten Abend der Jugendgruppe, sprich der Donnerstag ist ein Mädchen aus der Gruppe hingefallen, ich war gerade bei den Militär als ein Mädchen panisch vorbei gerannt kam und meinte, sie braucht meine Hilfe. Ich, alles stehen und liegen gelassen und hin zu der jungen Dame. Dort angekommen, Lage gecheckt und gleich erstmal ein Kühlakku und was zu trinken geholt, ist halt auf den Hinterkopf gefallen. Ich habe mich dann um die junge Dame gekümmert, bissl gut zugeredet, die anderen beruhigt, dass wir nicht ins Krankenhaus müssen. Als ich dann alles für das Mädchen getan hatte, entschied ich mich dann noch ein bisschen bei ihr und ihren Freundinnen zu bleiben und bisschen mit ihnen zu chillen. Nicht dran gedacht hatte ich dabei daran, dass solche jungen Mädchen viiiele Fragen haben können. Also gut das große Interview der Anne ging los und sie überhäuften mich mit Fragen. Als ich dann die Aufmerksamkeit von mir auf meine Brüder lenken konnte, waren die Mädels ganz aus dem Häuschen und wollten alles wissen. Also Moritz und Florian, erste Vereherinnen gefunden! :D

 

Am nächsten Tag reiste dann die Jugendgruppe ab. Die Mädels bei denen ich den Abend zuvor verbracht hatte, hatten ihr Haus tiptop hinterlassen, ganz im Gegensatz zu den anderen Mädchen und Jungs. Lian und ich hatten echt super viel zutun und mussten echt super oft die Kleinen auffordern nochmal alles ordentlich zu machen. Es gab sogar unangenehme Bemerkungen einiger Mädchen, welche echt unangebracht waren.

 

Der Freitag war ansonsten sehr ruhig gewesen. Die Militär würden verwöhnt von dem leckeren Mittagessen. Abends habe ich dann lecker bei den Militär mitgegessen, also auch ich kann nicht sagen, das es mir an irgendwas gefehlt hat.

 

Das Wochenende war nochmal doppelt unschlagbar.

Wir sind Samstag nach gutem Frühstück mit ORDENTLICHEN Eiern nach Mönchengladbach gefahren weil einige Militär ins Stadion wollten und sie außer dem eine Bekannte dort hatten, welche eine super gute Wirtschaft betrieb. Dort angekommen, haben wir uns natürlich erstmal von dem super gut Essen verwöhnen lassen und dann gings ans Kegeln, war auch sehr witzig.

Irgendwann begann dann die Wirtin die drei Herren, welche ins Stadion wollten, darauf aufmerksam zu machen, dass sie besser gleich los machen sollte. Ich blieb also mit sechs Herren zurück in der Wirtschaft und wir malten uns die ganze Zeit die lustigsten Szenarien aus, welche den anderen drei passierten bzw passieren könnten. Das Beste war, dass wir sieben in der Wirtschaft genauso das Spiel sahen und keine 45€ bezahlt haben :D Wir wartet also, dass das Spiel zuende ging und die drei Herren wieder zu uns zurück kommen würde. Es wurde immer später und erreichen konnten wir sie auch nicht. Die ersten wurden bisschen nervös. Gegen zehn Uhr entschieden wir uns dann, an den S-Bahnhof zufahren, wo die drei ankommen müssten. Nach einer Stunde warten entschied sie mein Auto, dass wir schonmal vorfahren würden und nur noch ein Auto auf die drei Vermissten warten würde. Gesagt getan. Als dann das Auto mit mir in Ysselsteyn ankamen, stellten wir erstaunt fest, dass das andere Auto bereits da war. Nach kurzer Erzählung und berichten der Geschehnisse erfuhren wir dann, dass die drei Vermissten diverse anderen Züge und Bahnen genutzt haben, als sie sollten und in Düsseldorf, aber nicht dortwo sie hin sollten, angekommen waren. Als uns dann gegen 24Uhr oder wahrscheinlich schon später die Wirtin der Wirtschaft anrief, dass die drei Herren bei ihr wären und bei ihr schlafen könnten, waren wir anderen doch schonmal alles sehr beruhigt. Als das Telefonat mit der Wirtin zuende waren, fingen die Herren dann mit diversen Erklärungen an, wieso sie nicht zurückgefunden haben und lachten was das Zeug hielt, ich fands witzig :D

 

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Amsterdam fahren. Dies tat das eine Auto dann auch. Der eine Fahrer blieb in Ysselsteyn und wartet auf Meldung der drei Vermissten.

Ich fuhr also mit fünf Männern Richtung Amsterdam. Nach anfänglichen Parkplatz Schwierigkeiten, gelangten wir dann in die Innenstadt. Dort liefen wir einfach der Nase lang, bis wir ein Restaurant fanden, wo wir uns eine Pizza gönnten. Unterhaltsam dabei war der erste Kellner der uns betreute, welcher seinen anfänglichen schwulen Eindruck verstärkte, in dem er mit seinem kleinen Blöckchen immer einen der Männer schlug und auch die Kette und die Brosche unterstrichen alles. Wir waren Bestens unterhalten!

Dann gingen wir weiter, steuerten den Blumenmarkt von Amsterdam an, bezüglich der Frauen und Mütter der Herren, welche diverse Wünsche hatten.

Auf dem Rückweg ließ ich nicht locker und wollte unbedingt noch niederländische Pommes essen, gesagt getan, ich fand auch Anhänger und so genossen wir auch diese Spezialität. Spät fuhren wir dann zurück.

In Ysselsteyn wieder angekommen, trafen wir auf die drei Vermissten, welche als wieder zu Hause waren und man erkannte deutlich auf jedem Gesicht ein Strahlen, dass die Herren wieder da waren. Zur Feier, dass die Herren wieder da waren, saß man dann noch gemütlich zusammen und hörte gespannt der Erlebnissen zu und lachte was das Zeug hielt. Ich bleib mit zwei Männern am längsten wach, da ich Montag frei hatten. Wir entschieden uns dann glaube gegen 4 Uhr ins Bett zu gehen.

 

Am Montag den 11.11. hatte ich wie gesagt eigentlich frei, aber ich bin dann zum Mittagessen aufgestanden, weil Lian war alleine und das wollte ich nicht. So habe ich Lian gesellschaft geleistet, die Herren haben sich gefreut von mir Mittagessen zu bekommen und alle waren glücklich.

 

Dienstag veranstaltet die Militär eine kleine gemütlich Runde für alle, sprich auch für die Gärtner, einfach alle wurden eingeladen und das gute Fass, aus der Dorf eigenen Braucherei, geöffnet. Außerdem gab es Häppchen und Kuchen. War echt gemütlich.

Garnicht gefreut hat es die Herren, als sie Dienstag abend hören mussten, dass ich den kompletten Mittwoch nicht da wäre.

 

Ich bin nämlich am Mittwoch mit Kalle nach Belgien mal wieder gefahren. Aber nicht nach Lommel, nein! Ich bin nach Menen, Langemark, Hooglede und Vladslo gefahren. Alles vier sind Dörfer, in welchen der VDK auch Friedhöfe hat, aber diese sind vom 1. Weltkrieg. Wir mussten die Angehörigenwünsche ausführen und Kalle informierte sich bei den dortigen Nachbarn und Gärtnern über das Wohl der Friedhofs. An dem Tag habe ich echt viel gesehen. Und da wir morgen bereist um 7 Uhr losgefahren sind, kamen wir doch schon um 17 Uhr zurück. Ich war echt fertig und müde. Das viele Auto fahren raubt einem schon Kraft. Doch der Mittwoch war für mich schon lange nicht zu Ende. Ich half Elly in der Küche und begrüßte die niederländische Gruppe die Mittwoch Mittag angereist war. UND dann hatte ich ja noch Sprachkurs. Ja das war der Mittwoch.

 

Der 14.11. der Donnerstag war eher ruhiger. Ein Zeitzeuge kam für die niederländische Gruppe, welchem ich auch zuhört und ihn echt gut verstand. Ich übergab dann meine Job an den Gruppenleiter, weil ich unbedingt bei der Gedenkfeier der Militär dabei sein wollte.

Die Gedenkfeier war einfach WOW. Eine einzigartige Rede des Kommandoführers, ein wunderschöner Kranz und ein Soldat hat sogar ein Lied auf einer Trompete gespielt. Das hatte ich echt noch nicht erlebt. Super schön und mein Part bestand darin, dass ich die National Hymne anmachen sollte und da bekam ich dann schon bisschen Gänsehaut, als die Herren dann auch mit sangen. Zum Glück gibt es die Feier auf Video, ich denke ich werde sie mir noch ein paar mal ansehen.

Danach gabs wieder erstmal für alle Mittagessen.

 

Am letzten Abend haben die Militär dann bei den unschlagbar schlechten Gegebenheiten, sogar noch Lagerfeuer gemacht und man hat die zwei Wochen gemeinsam schön ausklingen lassen.

Und Freitag früh hieß es dann Abschied nehmen. Alle sichtlich geknickt, aber: Was Muss, dass Muss.

Außerdem gibt es den Spruch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. :)

 

Waren echt zwei super schöne Wochen, ich kann das garnicht in Worte fassen. Alle neun Herren so unterschiedlich und trotzdem super besonders allein und zusammen. Ich denke die Gruppe werde ich so schnell nicht vergessen.

 

Heute ist dann mein Tag des ausschlafens gekommen. War auch nicht schlecht.

Ja und morgen ist dann hier große Veranstaltung. Volkstrauertag steht auf dem Programm und es werden 500-1000 Gäste erwartet und irgendwo darunter die Anne :)

Haltet mir morgen alle fleißig die Daumen, werde im Programm einen Part haben und den auf NIEDERLÄNDISCH! :) Ich freue mich schon so super duper dolle drauf.

 

Tot zo!

Gruß und Kuss

Anne

27.10.2013 Die Zeit vergeht wie im Flug!

 

Als Erstes eine kleine Entschuldigung, dass dieser Eintrag so lange auf sich warten lassen hat, aber ich habe einfach keine Zeit gefunden.

 

Ich fange mit dem berichten beim 05.10. an, weil ich glaube, das war der letzte Tag, von dem ich noch nicht erzählt habe. Und von diesem Tag MUSS auch berichtet werden, da ich an diesem Tag mit der Gruppe in AMSTERDAM war! Es war echt unbeschreiblich schön. Wir haben eine Grachtentour gemacht, inklusive den Hafen besichtigt und dann hatten wir selber die Möglichkeit, die Stadt zu erkundigen. Wir gingen also vom Hafen, über den Bahnhof Richtung "Touristen-Meile". Und dann liefen wir einfach, mal rechts, mal links abgebogen, einfach schauen wo wir raus kommen. Alle hundert Meter hatte man einen gewissen Geruch in der Nase, den man aber nach zwei Stunden schon gewöhnt hatte. Die Leute waren gut gelaunt, trunken Kaffee und redeten wild durcheinander. Für mich war wieder besonders, in einer so großen, hektischen, bunten und unruhigen Stadt gab des dennoch wieder die Grachten, die einfach so eine gewaltige Ruhe ausstrahlten, dass man dachte, man wäre in einer anderen Welt. Die kleinen Bootchen, die Boote und die verschiedensten Hausboote lagen in den Grachten und plätscherten vor sich hin. WOW!

Also wer Lust hat, ich würde da nochmal hin fahren! ;)

 

Am nächsten Tag war Sonntag. Die Gruppe hatte nichts vor und alles war entspannt. Für mich war das auch sehr willkommenes Geschenk und ich schlief ordentlich aus, und chillte. Ich musste schließlich für die kommende Woche Kraft tanken.

 

Am Montag, den 07.10. waren wir dann in Den Haag, der Stadt mit dem Regierungssitz der Niederlande und dem Internationalen Gerichtshof. Mir wurde erzählt, dass die Menschen in Den Haag wesentlich feiner und vornehmer sein und auch so sprechen würden. Dies konnte ich nach dem Tag nur bestätigen. An schließend fuhren wir noch kurz an den Strand von Schevenigen (an Hand der Aussprache dieses Namens erkennt man die Deutschen und man hat früher damit die Spione enttarnt; das Besondere ist hier der Laut des "Sch", ich trainiere schon fleißig ;)) Aufjedenfall konnten wir dann an dem Strand die Sonne genießen und einfach für zwei Sekunden ein gewisses "Urlaubsfeeling" aufleben lassen. Dann fuhren wieder wieder zurück nach Ysselsteyn.

 

Dienstag waren wohl alle ziemlich müde, weshalb die Gruppe nur ihr individuelles Programm selber macht und von mir an dem Tag legentlich verlangt, dass ich ihnen Abends eine Film anmachte. Kein Ding! :)

 

Mittwoch ist die Gruppe dann nach Brüssel gefahren, ohne mich, da ich die Stadt ja schon kenne und auch weil in der JBS noch genug Arbeit auf mich wartete. Die Jungs mit denen ich sonst immer Amsterdam und Den Haag unsicher gemacht habe, waren darüber sichtlich nicht begeistert, aber mussten es halt so hinnehmen.

 

10.10., Donnerstag, der letzte Tag der Gruppe. Sie waren in Venray "shoppen" und genossen die letzten niederländischen Stunden. Am Nachmittag führten sie dann gegenseitig ihre Gruppenarbeiten vor und Abends würde ich dann nur vorgewarnt bevor ich ins Bett ging: "Eh Anne, wir machen heute Nacht durch!"

 

Haha. Das "Durchmachen" sah ich dann deutlich an den müden Gesichtern beim Frühstück am Freitag, aber zum Glück war das der Tag der Abreise für sie und sie freuten sich alle schon auf die lange Fahrt nach Berlin und auf den Döner der in Berlin auf sie wartete.

 

Ein weiteres Highlight meiner Woche war dann das Wochenende. 12./13.10.2013. In dem Dorf nebenan, Namens Griendtsveen gab es an dem Wochenende ein Fest/Spektakel Namens Bokkenollen. Sowas habe ich noch nie, wirklich noch NIE in meinem Leben gesehen! :D Eigentlich war dies ein Fest der Einweihung einer neuen Biersorte, die dieses Jahr neu raus kam. Daran geknüpft war ein Wettkampf der wie folgt aussah: Man trat zu dritt an, zwei Spieler und ein Coach. Beim Start erhielt man ein Kellnertablett mit drei Biergläsern aus Glas mit dem besagten Bier gefüllt und noch einer Flasche. Ziel war es, dass Tablett ohne Schaden durch einen Parcour zu tragen. Wer am schnellsten war und am wenigsten Bier verloren hatte, hatte gewonnen. Aber nicht das ihr jetzt denkt das die durch Reifen hüpfen mussten oder einer Seilspringen mussten. NEEEE! Die mussten mit dem Ding Gestelle beklettern, von einer Flußseite zur anderen Schwimmen, durch richtig schmutzige Gräben rennen. Wer da noch trocken blieb, hatte irgendwas falsch gemacht! Schon verrückt die Niederländer! Denkt man. Aber nein ganz so ist es nicht, an dem Parcour nehmen auch Deutsche teil. Diese Fest findet nur einmal im Jahr und nur in dem Dorf statt. Nirgendwo anders in der Niederlande. Deshalb kommen jedes Jahr die Wettstreiter aus der ganzen Niederlande, Deutschland und Belgien um mitzumachen.

(Siehe Bilder)

Ich habe das Fest zusammen mit Lian, der Haushälterin besucht und sie hat mir alles ganz lieb erklärt. Am Abend habe ich dann mit ihr und ihrer Familie "Frikandel special" gegessen, meine Lieblingsspezialität!

Sonntag war das Fest dann für Kinder, also ähnlicher Parcour und nicht mit Bier sondern mit Limonade. Da ich bei Ingrid, meiner Sprachkurslehrerin war und wir beschlossen, dass es uns draußen zu kalt war, blieben wir bei ihr und sprachen über Gott und die Welt.

 

Die nächste Woche, 14.10.-18.10. war eine sehr witzige und anstrengende Woche. Es waren zwei Gruppen da und somit für alle echt genug zu tun. Hier eine Führung, da ein Programmpunkt, hier ein Mückenstich, ja ich muss sagen, wenn man mal Kaffeepause hatte war man echt glücklich. Aber die Jugendlichen waren echt cool drauf und super witzig, ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich nicht mit ihnen gelacht habe. Auch cool fand ich das sie bei den Programmpunkten ernst blieben und nicht rumalberten und auch die Filme die sie geschaut haben, auf sich wirken ließen. Zwischen durch hatte ich meine ersten Probleme mit der einen Gruppe und deren Begleitern, aber irgendwann musste das ja auch kommen.

Aufgestanden, Krone gerichtet und weiter gehts! :)

 

Die jetzige Woche, vom 21.10.-25.10, war die erste ruhige Woche für mich. Keine Gruppe war da und ich war mir echt nicht sicher ob ich jeden Tag was zutun haben würde, aber diese Unsicherheit verflog nach dem ersten Tag den ich was zu tun hatte!

Jetzt wurden die Arbeiten getan, die liegen blieben, wenn Gruppen da waren. Ich, in der Rolle des Mädchens für alles, hatte also Einiges zu tun. Von dem Putzen der Häuser, über kümmern um die neuen Kreuze und Verwaltungsaufgaben bis hin zu Reperaturen, mir war nie langweilig.

Ich war mit Joris zusammen in Venray, um die Fitnessstudios abzuchecken. Und ich denke ich werde mit Sjoerd zusammen am Freitag mich bei dem einen anmelden gehen. Wieso nicht mit Joris? Ganz einfach, weil der Liebe jetzt Urlaub hat und heute nach Indien fliegt und dort 4 Wochen verbringt. Das heißt Sjoerd muss jetzt mit mir 4 Wochen alleine auskommen. Da Sjoerd und ich uns nicht so einfach von Joris trennen konnten, waren wir Freitag Abend noch mit Joris und seiner Freundin Döner essen (auf meinen Wunsch) und sind dann mit zu denen gegangen und dort irgendwie hängen geblieben.

Sonst war auch das Wochenende sehr ruhig. Elly hat gerade ihre Familienfeier hier in den Räumlichkeiten, deshalb bin ich nicht ganz allein. :)

 

Wer vielleicht aufmerksam war, wie mein Lieber Mitfreiwilliger Samuel, hat gesehen das ich am 19./20. Oktober in der DNN war!

 

Wie ich gehört habe geht des Dresden sehr gut - Das freut mich! :)

 

Tot so!

Gruß und Kuss.

Anne

04.10.2013 Der erste Traum auf Niederländisch

 

Mal wieder aus dem Hinweis meiner lieben Jungs hier, berichte ich euch heute wieder über meine vergangenen Tage.

 

Am Mittwoch den 25.9. waren noch die Soldaten aus dem Harz da. Aufgrund dessen, dass sie viel zu schnell gearbeitet haben, suchten die Gärtner an dem heutigen Tag förmlich nach Aufgaben. Da der eine Gärtner mir eine Aufgabe gegeben hatte, dachte ich mir einfach: Schnappst du dir einfach die beiden Frauen, dann bist du nicht alleine und sie haben eine entspannte Arbeit. Unsere Aufgabe bestand darin, sich um die neuen Kreuze zu kümmern. Und da das einfach mal ca. 25 waren, hatten wir auch echt was zutun. Wir haben mit weißem Edding die Gravuren nachgezogen, was teilweise echt nicht so einfach war, wie es jetzt klingt.

Aber Radio an, die Stifte gezückt und los ging's, echt entspannt!

 

Am Donnerstag hatten dann die Soldaten ihren vorletzten Tag, welchen sie sich heraus gesucht hatten, um ihre Gedenkfeier zu veranstalten. Ich war echt beeindruckt, da diese meine erste derartige Veranstaltung war und sehr viel Gefühl dabei war.

 

Am Freitag morgen sind die Soldaten dann sehr zeitig abgereist, ich bin extra früh aufgestanden, um mich von ihnen zu verabschieden. Der restliche Tag verlief sehr ruhig und entspannt, bis dann die nächsten Gruppen ankamen. Einmal eine niederländische Gruppe, welches Jugendliche in ganz verschiedenem Alter waren. Und dann kam noch eine Reservisten-Gruppe, welche sowohl niederländisch als auch deutsch waren, aber hauptsächlich deutsch. Reservisten sind ehemalige Soldaten, die ihren Wehrdienst bei der Bundeswehr beendet haben und jetzt einem anderen Beruf nachgehen, dennoch können sie jeder Zeit eingesetzt werden, wenn ein aktiver Soldat ausfallen sollte, sie sind sprich die Reserve.

 

Das Wochenende verlief an sich für ein Wochenende sehr entspannt. Die Gruppen war sehr selbstständig und sehr nett. Am Abend habe ich mit den Gruppen zusammen gesessen und echt micht gut unterhalten. Sonntags wurde ich sogar eingeladen beim Grillen mit zuessen - Was will ich mehr? :)

Am Samstag, als beide Gruppen unterwegs waren, dachte ich mir das ich bei dem super guten Wetter auch was machen müsste, also setzte ich mich auf mein Fahrrad und erkundete die Gegend - à la niederländischer Art sozusagen. Ich bin geschlagenen 2 Stunden durch die Gegend gefahren! Ich muss schließlich bisschen niederländische Kultur genießen. Am Besten gefällt mir ja hier beim Fahrrad fahren, dass man keinen Helm tragen muss, was echt super unnötig hier wäre, weil man echt in tausend Schichten Watte gepackt wird, als Fahrradfahrer.

Am Sonntag sind dann beide Gruppen abgereist. Mit der niederländischen Gruppe gab es noch ein paar Probleme weil sie die Häuser sehr unordentlich und schmutzig hinterlassen hatten. Aber die Begleiter haben dann alle Häuser, in einer halben Stunden Aktion, aufgeräumt und dann ging es einigermaßen.

 

Am Montag den 30.09. hatte ich meine freien Tag! :)
Ich habe also erstmal echt gut ausgeschlafen und als ich dann am Mittag aufgestanden bin, habe ich mich in mein Auto gesetzt und bin nach Venray gefahren, die nächst größere Stadt. Dort habe ich bisschen zu Essen und zu Trinken gekauft und als das erledigt dachte ich mir: Jetzt kannst du eigentlich noch ein bisschen shoppen gehe - Gesagt, getan!

 

Am Dienstage hatte ich den Vormittag frei, was mich immer sehr glücklich stimmt, weil dann kann ich schön ausschlafen.

Danach habe ich noch die letzten Vorbereitungen für die Gruppe getroffen, welche an dem Nachmittag ankommen sollte. Die Gruppe die jetzt da ist, ist eine Gruppe aus Berlin.

 

Am nächsten Tag habe ich dann die obligatorische Führung mit der Gruppe gemacht. Was ich bei der Führung spannend fand: Am Anfang hat die Gruppe noch gequtascht und als wir dann bei den Kindersoldaten waren, spätestens dann, hat man gemerkt, dass sie anfangen habe sich Gedanken zumachen und viel viel ruhiger wurden.

Als ich bei der Führung von einer Station zur nächsten  Station gelaufen bin, sprach mich plötzlich ein echt sehr alter Mann an, welcher als Besucher auf dem Friedhof war. Ich begrüßte ihn und sagte gleich das ich kein Niederländisch spreche, darauf hin erwiderte er, dass dies kein Problem sei, weil er das, was er mir sagen wollte, auf Deutsch sagen kann. Und dann sagte er zu mir: Junge Frau, kennen sie die 4 L ? Ich verneinte und darauf meinte er: Lustige Leute leben länger. Das sind die 4 L. Er meinte noch, dass ich das hier alles sehr gut mache und wünschte mir noch einen schönen Tag, ich bedankte mich, wünschte ihm das Gleiche und fuhr mit der Führung fort.

Was für eine Begegnung!

 

Gestern war hier in der Niederlande natürlich kein Feiertag, da ich aber Vormittags mal wieder frei hatte, fühlte es sich für mich dennoch ein bisschen wie Feiertag an. Ich telefonierte mit Dresden und freute mich zuhören, dass dort alles okay ist. Dann habe ich noch dies und das mit Sjoerd und Joris besprochen und erledigt. Am Abend habe ich mit der Gruppe den Film "Der Zwilling" gesehen (für mich schon das dritte Mal), echt ein richtig guter Film - Kann ich nur empfehlen! :)

 

Heute ist es wieder sehr ruhig, die Gruppe macht ihr eigenes Programm, theoretisch habe ich gerade frei, aber ich sitzte hier im Büro auf Sjoerds Stuhl neben Joris und wir "arbeiten" beide nebeneinander und zwischen durch kommen wir ganz schön ins Lachen :)

 

Das Niederländisch wird auch immer mehr, also die ersten Sätze (gaaanz kleine Sätze) rutschen mir manchmal raus und wie gesagt, in meinen Träumen spreche ich fast nur noch niederländisch.

 

So das wären erstmal die neusten Neuigkeiten von meiner Seite. Das Wochenende werde ich mit der Gruppe unterwegs sein. Das gibt es so Ziele wie: AMSTERDAM!!! :))

 

Gleich gebe ich das Mittagessen an die Gruppe aus.

Also dann bis bald!

 

Gruß und Kuss,

Anne

 

In besonderer Widmung an Olli :)

 

24.09.2013 Es wird immer besser!

 

Puuh ich habe mich ja schon viel zulange nicht mehr gemeldet und da Joris und Sjoerd die letzten Tage bissl rumgestresst haben, dass ich mal wieder schreiben soll, tue ich das natürlich jetzt auch sofort.

 

Wo fange ich denn an?

Am Sonntag den 15.09. war große Personal- Feier in einer der zwei Kneipen in meinem Dorf. Alle die bei der JBS oder dem Friedhof arbeiten kamen, teilweise sogar mit Begleitung, und man saß nett zusammen, trank Tee, Bier oder Wein und erzählte sich. Ach ja, und natürlich gab es zwischendurch Häppchen à la niederländischer Art!

 

Am Montage den 16.09. kamen gleich zwei Gruppen an. Eine Sekundarschule aus Schönebeck und eine Soldatengruppe(4Männer, 2 Frauen) aus Blankenberg im Harz. Kurz um: Full House.

Natürlich würde nicht lange gezögert und beide Gruppen auf mich los gelassen, bzw ich auf sie und ich sollte also meine erste Führung mit einer Gruppe machen. Die Jungs (also Sjoerd und Joris) waren nach beiden Führungen doch Recht zufrieden mit mir, lobten mich ein gaaanz kleines bisschen und meinten: "Das machen wir jetzt immer so!".

 

Am Dienstag standen wieder die "Einzelschicksale" auf dem Programm und auch diese Sekundarschule hat sich echt nicht schlecht geschlagen die Lebensläufe auszuarbeiten und zu präsentieren. Nachmittags sollten dann die Jugendlichen auf dem Friedhof arbeiten und ich bekam drei Mädchen an meine Seite und wir gestalteten den Baum, welcher den Friedenspfad eröffnen sollte. Dies war nicht immer einfach weil die drei City-Girls ein bisschen anpacken mussten und das am Anfang ein bisschen fremd war, aber als sie dann die erste Schaufel mit Laub voll hatten und diese in der Schubkarre landete, ging dann doch alles wie von alleine. Was ein Erlebnis!

 

Am Mittwoch bin ich dann zur Abwechslung zu Kalle ins Büro gegangen und habe dort das erste Mal alleine die Arbeit von Ivonne gemacht. Zum Glück hat sie mir in niederländischen Stichpunkten alles nochmal zusammengefasst notiert, sodass ich zwischen durch mal spicken konnte. Da ihr noch nicht wisst was Ivonnes Arbeit eigentlich war: Sie hat u.a. die Angehörigenwünsche verwalten, sprich diejenigen, die zu Alt sind oder zu weit weg wohnen, geben in Kassel der Zentrale des VDK eine Bestellung für einen Strauß oder einen Kranz oder ein Grablicht auf und wir bekommen diese, verwalten diese und schicken dann regelmäßig Bestellungen an das Gartenzenter für die Kränze. Teilweise sind die Daten vorgegeben, an welchen die Sträuße oder Kränze an den Gräbern sein sollen, zum Beispiel zum Volkstrauertag oder Totensonntag. Doch alles lief echt gut :)

 

Am Donnerstag, oh war das schön!

Die Gruppe aus Schönebeck ist nach Brüssel, Belgien gefahren um sich die Stadt anzuschauen und da noch einige Plätze frei waren, durfte ich mit fahren. Dort angekommen, fand ich es ein bisschen schade, dass die Gruppe ansich kein Programm hatte, sondern einfach in die "City" gelaufen ist und dann hatten alle Freizeit und konnten shoppen. Aber gut auch kein Problem, ich habe mich dann selber auf die Jagd nach Sehenwürdigkeiten gemacht und da ich ja dem Französisch mächtig bin, war dies kein Problem. So lief ich also vier Stunden durch Brüssel, hier eine belgische Waffel, da ein Foto des "Grand Places" und anderem.

- Ich konnte mich nicht beschweren!

 

Am Freitag war es doch etwas entspannter. Die Gruppe aus Schönebeck ist abgereist und somit blieb ich mit den Soldaten hier allein und wir hatten ein bisschen Ruhe. Als die Soldaten dann von ihrem Arbeitseinsatz des Tages wiederkamen, waren sie ziemlich erschöpft, freuten sich aufs Wochenende und genossen die Ruhe. Ich entschloss mich ein bisschen über den Friedhof zu laufen, ein paar Bilder für den Blog zu machen und mal die hintersten Ecken des Friedhofs ausfündig zu machen. Dabei fand ich einen kleinen Bereich, welcher zwar abgezäunt war, doch das Tor stand offen. Für mich keine Frage: Die Neugierde gewinnt - Rein da!

Und als ich da so rum lief, fand ich die alten Kreuze, welche vor denen, die jetzt auf dem Friedhof stehen, standen und das war echt spannend. Schön vermoost und teils abgedeckt, teils gebrochen. Außerdem fand ich von den neuen Kreuzen welche, auf denen "Ein Deutscher Soldat" stand. Ich fotografierte mir den Code ab und ging auf den Friedhof zurück um zu schauen, warum die Kreuze da nicht mehr standen und ich fand heraus: An den Stellen stehen jetzt Kreuze mit Namen, sprich die Soldaten wurden neu identifiziert. Spannend!

 

Am Samstag habe ich gemütlich mit den Soldaten gefrühstück, natürlich die besten Eier vom Bauern genossen. Dann ware große Feier angesagt! Naja gut ganz so groß war es auch wieder nicht, aber aufjedenfall: Wir haben den Friedenspfad bei uns auf dem Gelände eröffnet, welcher Bilder, Gedichte und Malerien zum Thema Frieden zeigt, von deutschen und niederländischen Teilnehmern.

Abends waren wir dann auf Kneipentour in Eindhoven - Eine Sache die man mal gemacht haben muss!

 

Und Sonntag war ich dann mit zwei Soldaten in Utrecht, der viert größten Stadt in der Niederlande mit 132 000 Einwohnern und einer wunderschönen Innenstadt. Die Grachten und die alten Gebäude waren echt schön. Natürlich niemals vergessen werde ich die Bilder von den über-tausend-milliarden Fahrrädern und dem niederländischen Verkehrssystem: Wer nicht bremst der verliert - Nur Fahrräder können gewinnen!

 

Gestern war ein normaler Montag, arbeiten, helfen wo man kann und Joris hat mir gestern den Markt von Venray gezeigt, was mich echt glücklich gemacht hat, weil es gab dort einfach über viele leckere und frische Sachen.

 

Ja und heute war ich mal wieder bei Kalle und als ich ankam, die Mails öffnete für die Angehörigenwünsche wurde ich förmlich von Anträgen erschlagen, der Drucke wollte irgendwann auch nicht mehr, die Klappe war voll und das Papier leer und ich wusste: Anne das wird noch eine Nachmittagsschicht!

 

Im großen und ganzen eine belebte und sehr schöne Woche. Natürlich habe ich Abends immer schön mit den Soldaten zusammen gesessen und erzählt und ich bin echt beeindruckt wie offen sie sind und wie gerne sie meine Fragen über sich, ihre Arbeit und ihr Leben hören und beantworten.

 

Jetzt geht es weiter, ich gehe dann mal das Essen machen!

Bis nächste Woche!

 

Gruß und Kuss,

Anne

 

09.09.2013

Erste Woche: Check!

 

Ich dachte es wäre mal wieder an der Zeit sich zu melden und zu berichten, was ich alles in meiner ersten Woche erlebt habe.

 

Am 31.08. bin ich hier in Ysselsteyn angekommen. Ich habe meinen Eltern die Anlage gezeigt und wir waren kurz im Supermarkt. Im Supermarkt hatten wir eine witzige Begegnung mit einem alten Mann, der mich auf Niederländisch bezüglich dem Fleischsalat etwas fragte, worauf hin ich meinte, dass ich Deutsche bin und nur deutsch spreche, der wiederholte seine Frage auf deutsch und als alles geklärt war, fragte er, wo ich her komme und als ich meinte aus Dresden. Da sagte er nur: "Ah, da muss ja sicher noch viel aufgebaut werden!". Ich lächelte und ging weiter- Erlebnis Nr. 1 mit den Niederländern.

Wir gingen Essen und am 1. September fuhren meine Eltern wieder nach Hause. Dann war ich allein und hatte genug Zeit, in Ruhe meine Koffer auszupacken und mich einzurichten, in meinem neuen Zuhause.

 

Kurz ein Paar Infos zu "meinem Team":

Meine Chefin heißt Tarcicia und mein Chef Kalle. Wobei Tarcicia aus Amsterdam kommt und somit mit einem kleinen-großen Akzent spricht, den ich momentan noch nicht so gut verstehe und Kalle heißt eigentlich Karl-Heinz und ist gebürtiger Dortmunter und spricht nur im aller aller aller großen Notfall mit mir Deutsch :D

Dann gibt es Sjoerd und Joris, die offiziell als "pädagogische Mitarbeiter" angestellt sind und die ganzen Programmpunkte und die Führungen und all das Kleinzeug erledigen.

Und dann gibt es Lian und Elly, welche für die Küche, das Putzen der Häuser und halt den Haushalt verantwortlich sind.

Kalle mein Chef gehört nicht zur Jugendbegenungsstätte, sondern er ist der Chef vom Friedhof und seine Tochter Yvonne arbeitet dort und 4 Gärtner, die ich noch nicht alle kenne. Yvonne ist gerade schwanger und deshalb werde ich von ihr eingearbeitet, damit ich ihre Aufgaben dann auch übernehmen kann.

 

Bereits am Montag sollte es richtig los gehen. Ich bekam einen "Dienstplan" und eine niederländische Gruppe reiste an. Ich verstand sie eher nicht, weshalb sie sich mehr über mich lustig machten, als mit mir zu reden. Fett :D Ich tat also meine Arbeit und da ich Abends eh zu müde war um irgendwelchen Kontakt zuknüpfen, ging ich einfach schlafen. Ach ja, schlafen! Das sollte ich in den Nächten als die niederländische Gruppe da überhaupt nicht! Sie rannten vor meinem Zimmer rum, machten Lärm und ja ich konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag, sichtlich unausgeschlafen, sagte ich dann meine Meinung und erhielt sogar einen ruhigen Mittagschlaf. YES!

 

Mittwoch hatte ich dann meinen ersten Sprachkurs mit meiner Lehrerin. Sehr witzig! Sie kommt gebürtig aus Passau, hat aber lange in Erlangen gelebt und deshalb spricht sie auch sehr gut Deutsch und sie versteht meine Probleme mit der Aussprache, bezüglich der diversen Laute und nimmt sich dafür viel Zeit, sie mit mir zu üben. Also es waren sehr angenehme zwei Stunden Sprachkurs und ich würde sage, JA das Niederländische kommt so langsam!

 

Natürlich ist es auch für mich langsam an der Zeit die Führung über den Friedhof zu lernen, damit ich die deutschen Gruppen dann führen kann. Ich sollte also die Führung mit Sjoerd und Joris machen. Normalerweise braucht man dafür eine Stunde, aber wir (ich weis nicht sicher warum) brauchten für meine 1,5 Stunden weil die beiden tausend-milliarden Fragen mir gestellt haben und selber manchmal über ihre Fragen ganz schön lange lachen mussten, aber am Ende meinten sie, dass dies die schlimmste Führung gewesen war, die ich je haben werde!

 

Freitag sollte ich zwar die erste Hälfte des Tages frei haben, da aber zwei Gruppen abgereist sind und 6 Stunden später zwei neue Gruppen kommen sollten und 6 Häuser zu säubern waren, wurde ich gebeten zu helfen, was ich natürlich gerne machte und so wurde aus dem freien Tag ein super voller Tag. Die Niederländer haben die Häuser richtig schmutzig hinterlassen, sodass wir echt einiges zutun hatten. Aber kein Problem, natürlich haben wir auch dies zusammen super hinbekommen! :) Als die deutschen Gruppen ankamen blitzen die Häuser förmlich und ich konnte die Häuser mit gutem Gewissen übergeben.
Den deutschen Gruppen sagte ich von Anfang an, dass ich gerne Nachts schlafen wöllte und daran hielten sie sich auch und ich bekam meinen verdienten Nachtschlaf :))

 

Das Wochenende war dann sehr anstrengend, weil ich alleine war, da alle Mitarbeiter Wochenende hatten und ich somit für Essen UND Programm zuständig war. Zum Glück kam Joris Samstag früh und unterstütze mich ein bisschen, dennoch hatte ich nicht wirklich wenig zu tun und freute mich jeden Abend sehensüchtlich auf mein Bettchen :)

 

Am Samstag war noch ein Zeitzeuge da, ein Jude von ich glaube ca. 87 Jahren, welcher förmlich von "KZ zu KZ gekommen ist". Er hat seine Geschichte ausführlich der Gruppe berichtet und ich war selber dabei und fand es super bewegend was er teilweise erzählt hat.

 

Alles in allem war es eine sehr gelungene erste Woche, ich habe viel erlebt und viel gelernt und ich freue mich schon sehr auf die kommenden 51 Wochen :)

 

Gruß und Kuss

Eure Anne

 

22.08.2013

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochturen!


Die letzten Einkäufe werden getan, die letzten Gespräche geführt, die letzten Formulare ausgefüllt, die letzten Probleme geklärt.

Nun folgt noch die Abschiedsparty von den Wichtigsten, die ich hoffentlich auch nach dem Jahr noch antreffen werde.

Am 31.08. geht's dann richtig los!

Der eigentliche Grund für meinen Post ist, dass ich euch meine Adresse zukommen lassen möchte, falls ihr mir mal einen Brief oder ein Bild oder ähnliches zusenden wollt. Dann einfach mich fragen und ich gebe sie euch gerne.
 

Außerdem ist mir eingefallen, dass ich garkeinen Kommentar zu meiner Unterkunft gegeben habe. Möglicherweise habt ihr euch die Bilder schon auf der Internetseite angesehen, die beschreiben eigentlich alles. Es gibt 7 "Bungalows" für die Jugendgruppen und ein Haupthaus. In dem Haupthaus gibt es den Speisesaal, die Küche, Seminarräume, die Büros des Teams und meine beiden Zimmer. Ja richtig! Ich habe zwei Zimmer. Und somit auch zwei Bett und logisch folgend immer ein Bett frei. Also wenn sich mal jemand zu mir verirren sollte, habe ich aufjedenfall ein Bett und Essen für ihn. :)

 

Gruß und Kuss,

Anne

19.08.2013

Die Eingewöhnungs-Woche liegt hinter mir!

 


Ich war vom 01.08.-11.08. in der Niederlande bei meiner Stelle, um die Anlage und das Team schonmal ein bisschen kennenzulernen. Das Team ist super nett und hat mich mit offenen Armen empfangen und sofort begonnen, mich in meine zukünftigen Aufgaben einzuarbeiten.

Hinzu kam, dass gerade in dieser Woche eine deutsche Gruppe aus Neuenrade da war und ich sofort auf die Probe gestellt wurde.

Richtig klasse war, dass ich Land und Leute kennen lernen sollte und deshalb viele Programmpunkte mit der Gruppe zusammen gemacht habe und ich dabei meine Premiere im Freizeitpark, in Toverland, hatte!

Abends saßen wir dann am Lagerfeuer und haben den Tag schön ausklingen lassen.

Dann gab es natürlich die obligatorische Führung über den Friedhof, noch nicht von mir, aber dies wird dann auch eine meiner Aufgaben sein. Arbeiten auf dem Friedhof, Einzelschicksale und der Zeitzeuge begleiteten uns durch die Woche.

Ich bin super froh, dass ich meine Zeit in der Niederlande mit dieser Gruppe begonnen habe und ich hoffe, dass ich meine Zeit in der Niederlande auch mit ihnen im nächsten Jahr beenden werde.

 

Nun heißt es langsam Koffer packen, weil es am 31.08. dann endgültig in die Niederlande geht -  für ein Jahr!

Vorfreude ist vorprogrammiert :)

 

Gruß und Kuss,

Anne

 

 

PS: Hier noch die Webseite meiner Stelle:

http://www.joc-ysselsteyn.com/deutsch/Beschreibung.html

 

30.07.2013

Der Endspurt!

 

Gestern noch vorbereitet wurden und morgen im Zug in die Niederlande?!

Nein, ganz so schnell soll es doch nicht gehen, aber die Zeit rennt.

Morgen geht es zu einem kleinen "Chek out" in die Niederlande, bei welchem ich meine zukünftige Arbeisstelle zu Gesicht bekommen werde.

Anfang September geht es dann los in das kleine Ysselsteyn, unweit von Eindhoven. Das 2.500 Einwohner Dorf wird mein neues Zuhause und das City-Girl muss sich wohl an eine ganz neue Situation gewöhnen.

Ich werde dort bei der großen Kriegsgräberstätte arbeiten und gemeinsam mit deutschen und niederländischen Jugendlichen die Problematik des 1. und 2. Weltkrieges besprechen.

 

Bleiben wir gespannt was noch so kommen mag!

 

Gruß und Kuss,

Anne